Junge Frau blickt nachdenklich

Was Dir hilft, Dich für etwas Neues zu entscheiden

Möchtest Du Dich beruflich verändern oder etwas Neues machen? Entscheiden und auswählen ist nicht leicht, gerade für Tausendsassa. Lies hier, was Dir hilft!
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Spielst Du mit dem Gedanken, Deinen Job zu wechseln, Dich beruflich zu verändern und etwas Neues zu machen? Auch Tausendsassa Andreas Kaufmann hat sich lange mit dieser Entscheidung beschäftigt. Jetzt hat er nach 14 Jahren Marketing seine Festanstellung gekündigt und startet in die Selbständigkeit. Mutig, oder? Was ihm bei der Entscheidung geholfen hat, jetzt mehr nach seiner Generalisten-Natur zu leben, darüber habe ich mit ihm gesprochen.

Gut auszuwählen und richtig zu entscheiden, ist nicht leicht.

 

Sarah: Andreas, Du hast gerade Deine Festanstellung im Marketing gekündigt und dir die Domain „bunterraum.de” gesichert. Ich kann mir vorstellen, dass diese Entscheidung nicht einfach war. Wir Generalisten haben ja so viele Ideen im Kopf und Schwierigkeiten, aus der Fülle der Möglichkeiten und der spannenden Dinge auszuwählen.

Andreas: Ja, das stimmt! Die Idee kam mir irgendwann während eines sehr langweiligen Business-Meetings. Auf einmal war diese Idee da, und ich hatte ein Blatt Papier und ein paar Farben vor mir liegen und auf einmal so eine Art Skribble, einen Entwurf meines Logos. Inhaltlich war mir klar, dass es um den Menschen gehen soll, also ein Angebot mit Yoga, Thai-Yoga-Massage und Coaching. Ich möchte Menschen die Möglichkeit geben, ihr eigenes Sein neu zu entdecken, damit sie Chancen ergreifen und neue Dinge ausprobieren. Dann aber poppten viele Ideen gleichzeitig hoch, was ich als nächstes machen soll. Deshalb habe ich mir einen kleinen inhaltlichen und zeitlichen Plan gemacht: Der nächste, einfachste und logischste Schritt ist jetzt, ein Template für die Webseite zu erstellen und das Angebot in Wort, Schrift und Bild niederzuschreiben.

Erst mal herausfinden, ob Du ein talentierter Tausendsassa bist?

Den Mut für eine Entscheidung finde ich in mir drin.

 

Sarah: Es war sicherlich nicht leicht, die Festanstellung zu kündigen und in die Selbständigkeit zu starten, obwohl du weißt, was du gerne tun möchtest.

Andreas: Ja, das war ein sehr langer und schmerzhafter Prozess. Ich gebe die finanzielle Sicherheit auf und auch die Dinge, die ich irgendwann einmal gerne gemacht habe oder immer noch gerne mache. Aber dann habe ich mir die Frage gestellt: Was passiert, wenn alles so bleibt, wie es ist? Und dann war die Entscheidung klar, dass ich jetzt einfach die Dinge ausprobieren möchte, die mir am Herzen liegen.

Sarah: Wo hast du denn den Mut hergenommen?

Andreas: Gute Frage! Wahrscheinlich ist er irgendwo in mir drin und nur versteckt. Ich glaube, es ist bei solchen Entscheidungen eine Mischung aus Mut und Neugier und auch ein bisschen Schmerz. Es gibt einen Kipppunkt, an dem die aktuelle Situation mehr wehtut als die Unsicherheit, die auf mich wartet, wenn ich etwas verändere. Dann fällt es einem auf einmal leichter, etwas zu verändern.

 

Ich gehe in die Stille, um herauszufinden, was ich wirklich will.

 

Sarah: Meditierst Du, um klarer zu sehen?

Andreas: Ja, ich mache Yoga oder Atemübungen. Das hilft mir immer wieder, stärker zu meinem eigenen Kern vorzudringen und herauszufinden, was ich eigentlich will. Ich gehe in die Stille, die ich in mir drin finde. Ich schalte sozusagen in einen anderen Gang. Man kann als Mensch den ganzen Tag im Autopilot sein und von A nach B rennen. Total beschäftigt sein und nicht eine Sekunde bewusst. Zu meditieren, gibt mir da die Möglichkeit, viel bewusster wahrzunehmen, was gerade in mir drinnen los ist und wo es als nächstes hingeht.

Sarah: Das ist gerade für uns Generalisten und Tausendsassa sehr hilfreich, um herauszufinden, wie wir mit all den Dingen in uns klarkommen, was wir wollen und wer wir wirklich sind.

Andreas: Unser Geist reagiert ganz oft wie ein Hund: Ein Stöckchen wird geworfen, der Hund rennt hinterher. Gerade, wenn man vielbegabt oder generalistisch veranlagt ist, hat man die Tendenz, äußere Reize schnell aufzunehmen. Dadurch wird man jedoch total abgelenkt von dem, wo man selbst wirklich hinwill. Durch meine Meditationspraxis möchte ich werden wie ein Löwe: Ein Löwe liegt unter dem Baum, und wenn ein Stöckchen geworfen wird, guckt er vielleicht, rennt aber nicht gleich hinterher.

Meine Impulse gibt es auch zum Hören

Anleitung für eine hilfreiche Meditation

 

Sarah: Stellst du dir in Deiner Meditation bestimmte Fragen? Zum Beispiel: Ich möchte heute hingucken, was ich beruflich als nächstes machen will.

Andreas: Ich stelle mir bewusst keine Fragen. Das Ziel ist vielmehr, diese Erdung und diese Verwurzelung zu spüren. Denn ich weiß, je ruhiger ich bin, desto mehr bin ich bei mir. Je mehr ich bei mir bin, desto mehr entsprechen mir auch die Dinge, die ich tue, und die Entscheidungen, die ich treffe.

Sarah: Brauchst du dafür eine tägliche Routine?

Andreas: Ich bin als Tausendsassa nicht so gut in Routinen… Aber eine Meditations-Routine zu haben, ist schon mein Ziel, obwohl man nicht unbedingt eine braucht. Wenn man mal eine schlechte Phase hat, merkt man jedoch, dass es gut gewesen wäre, man hätte eine Route gehabt, denn sie erdet und stabilisiert einen einfach enorm.

Sarah: Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Sobald ich einmal nicht meditiere, dann habe ich nach einer Weile richtig das Bedürfnis, das wieder zu tun. Wenn es zu einem Bedürfnis wird, braucht man keine Routine mehr.

Andreas: Es ist ein schöner Moment, wenn der Körper einem am Morgen sagt, dass er Lust hat, erst mal auf die Matte zu geben, bevor ich mir einen Kaffee koche.

 

Wie du bei Entscheidungen den Druck rausnehmen kannst.

 

Sarah: Was würdest du jemandem raten, der gerade vor einer ähnlich schwerwiegenden Entscheidung steht wie du?

Andreas: Man sollte den Druck rausnehmen und sich nicht sagen, dass man etwas verändern muss, nur weil sich gerade alle verändern. Und man muss Entscheidungen auch nicht immer heute, jetzt und sofort treffen, auch wenn es sich vielleicht so anfühlt: Es ist nicht so. Ich würde jedem Tausendsassa stattdessen dazu raten, in die Erfahrung zu gehen, also auszuprobieren und zu spüren, wie sich etwas anfühlt, auch im Körper: Wie fühlt es sich an, wenn ich ein Bild male, wenn ich Vorhänge nähe, wenn ich mein Auto umbaue, wenn ich Yoga lehre oder coache. Ich habe die letzten Jahre sehr viel in Ausbildungen verbracht. Das hat mir in dem Moment keine Umsätze gebracht, aber ich habe gemerkt, ob es das Richtige ist für mich oder ob ich lieber doch etwas anderes machen möchte. Ich finde auch den Gedanken sehr beruhigend, dass Entscheidungen wieder rückgängig gemacht werden können. Dass Entscheidungen nicht immer für ein ganzes Leben getroffen werden müssen.

Sarah: Das ist wahr, wir können uns immer wieder neu entscheiden. Und häufig hilft mir auch der Gedanke – gerade bei uns Vielbegabten – dass es eine Entscheidung zwischen vielen guten Dingen ist: Egal, für was ich mich entscheide, das meiste sind gute Optionen. Ich muss nicht das Nonplusultra finden.

Andreas: Genau so sehe ich das auch. Es gibt keine richtigen oder falschen Entscheidungen, es gibt eben einfach nur Situationen. Und dann kann ich entscheiden, ob ich nach links oder rechts gehe. Aber ich glaube auch, egal, ob ich links oder rechts gehe, ob ich meinen Umweg gehe, am Ende kommt man trotzdem an auf seinem eigenen individuellen Weg. Dann schiebt sich der Weg beim Gehen unter die Füße. Ich glaube, das ist viel wichtiger als ewig irgendwo stehen zu bleiben und zu überlegen, in welche Richtung man geht.

 

Wie du dich von den Erwartungen anderer frei machst.

 

Sarah: Ich finde es oft schwierig, sich von den Vorstellungen und Erwartungen anderer zu lösen. Die Gesellschaft, die Leute um uns herum, wie Ehepartner, Eltern oder auch die Stimmen in mir, sagen ja oft, was ich tun sollte oder müsste. Was hilft dir da?

Andreas: Ja, ich erlebe auch sehr viel Druck, weil die Welt irgendwie immer einen Plan von einem erwartet. Wenn man eine Entscheidung trifft, kommt sofort die Frage: „Und jetzt?”. Aber vielleicht gibt es ja noch gar kein „und jetzt”, sondern man ist jetzt erstmal gerade da, wo man ist, und guckt von dort weiter. Da hilft mir nur, mich davon freizumachen. Ich weiß, dass ich nicht für die Gesellschaft lebe, sondern mein Leben so leben kann und darf und sollte, wie es für mich gut ist. Wenn ich dann in ein oder zwei Jahren merke, dass ich etwas Neues machen möchte, dann treffe ich eine neue Entscheidung und verändere wieder etwas. Davon hält mich ja keiner ab. Ich kann theoretisch auch wieder genau das machen, was ich vorher gemacht habe. Und ich bin überzeugt davon, dass alle Erfahrungen, die ich sammle, mich reicher und größer machen.

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